Osterlager – Hannover 2017

von den Freudis: Igraine, Lea, Odilia, Theresia
überarbeitet: Wolfgang ehem. Heidenheim
Fotos: Wolfgang Wolman

Der zweite Schlafplatz am nächsten Morgen.

Nach 11 1/2 Stunden quälend langer Zugfahrt, kamen wir endlich im idyllischen Örtchen Eschede, nördlich von Hannover an. Frohen Mutes huckten wir unsere Rucksäcke auf und nahmen die 42 km lange Strecke auf uns. In 3 Tagen sollten wir am Lagerplatz an der Wellmühle ankommen.

Bald schon ging die Sonne unter und wir verpflichteten uns dazu, uns im Wald niederzulassen, ohne Zelt denn der Himmel war sternenklar. Am nächste Morgen ließen wir es uns gut gehen und frühstückten auf einer Verkehrsinsel einer kleinen Landstraße, nachdem wir bereits eine Stunde unterwegs waren. Der Bauer Grüßte freundlich zurück als er mit seinem riesen Schlepper an uns vorbei Fuhr. Wir füllten noch unsere Wasserflaschen beim Hof neben an und wanderten los. Das Mittagessen durften wir in einem Gemeindehaus kochen. Der Pfarrer sprach uns in einer Pause an während wir auf die Einkäufer warteten. Es gab Reis mit Erbsen und Möhrchen.

Die Wanderzeit erfreute unsere Herzen, mancher Leute Füße erfreuten sich weniger am Laufen, doch wir schlugen uns tapfer durch die flache zivilisierte Wildnis. In der zweiten Nacht wägten wir erneut ab ob es sinnvoll wäre ein Zelt aufzustellen. Doch auch diesmal entschieden wir uns dagegen, waren uns aber auch einig, falls es beginnen sollte zu stark zu regnen, würden wir einpacken und loswandern, egal wie spät es gewesen wäre. Letztendlich entstand ein kleines Dorf aus Zelten im Wald, da sich jeder doch vor einem Schauer schützen wollte.

Das Abendmahl.
Die Pfannkuchentorte.

Nach insgesamt drei Tagen erreichten wir den Lagerplatz, wo wir auch sogleich im strömenden Regen unsere Jurte aufbauen durften. Entgegen der Vorhersagen schien ab und zu aber die Sonne und erhellte unsere Gemüter. Am zweiten Tag gab es das traditionsreiche Geländespiel. Das Highlight des Tages war die Geburtstags-Pfannkuchen-Torte.

Am letzten Abend beim Osterfeuer amüsierten wir uns köstlich als ein Ehemaliger das Feuer mit Purzelbäumen umrundete und dafür eine Tafel Schokolade gewann. Am nächsten Morgen spielte uns ein Bothi Junge um 4:30 Uhr mit seinem schrumschrum der Gitarre aus den „Betten“ und wir gingen zu einer Quelle und schöpften das Osterwasser. Nach dem frühen Ostersingen und dem Ostermahl begannen wir im Stress unsere Jurte wortwörtlich abzureißen. Die Zeit drängte, denn wir mussten noch zwei Stunden bis ins Dorf wandern um zum Bahnhof zu gelangen. Nach einem schmerzlichem Abschied vergaß der älteste natürlich den leckeren Nudelsalat, der als Proviant auf der Rückfahrt dienen sollte. So gingen 11 Stunden hungernd vorbei und endlich waren alle wieder froh und müde zu Hause angekommen.